häufig gestellte Fragen

wir beantworten sie gerne

Wann kann mit der Behandlung begonnen werden und wie lange muss mein Kind dann auf einen Termin warten?
Etwa zum Schuleintritt ist der Besuch bei einem Fachzahnarzt zu empfehlen. Bei schädlichen Angewohnheiten (wie etwa Daumenlutschen oder Lautbildungsstörungen) oder bei bestimmten erblichen Fehlstellungen empfiehlt sich oft eine Frühbehandlung. Das durchschnittliche Alter für den Beginn einer Hauptbehandlung liegt um das zehnte Lebensjahr, wenn die Seitenzähne wechseln. Hierzu muss vorab festgestellt werden, wie weit der Zahnwechsel fortgeschritten ist, da dieser bei manchen Kindern bereits früher als bei anderen einsetzt. Wer sicher gehen möchte, wann der richtige Zeitpunkt erreicht ist, um mit einer kieferorthopädischen Behandlung zu beginnen, sollte mit seinen Kindern in regelmäßigen Abständen zum Zahnarzt oder Kieferorthopäden gehen, um frühzeitig feststellen zu können, ob eine entsprechende Indikation vorliegt. Bei den Untersuchungen wird kontrolliert, ob die Gebissentwicklung regelrecht verläuft oder ob Einflüsse vorliegen, die diese Entwicklung beeinträchtigen können.
Ein perfektes Lächeln? Gerne! Aber ich will, dass man die Spange nicht sieht.
Auch für den Wunsch nach unsichtbaren Spangen gibt es individuelle Möglichkeiten, z.B. sogenannte Aligner. Der Marktführer Invisalign®  ist ein aus den USA stammendes System, das ganz ohne Brackets arbeitet, und zwar mit einem Satz herausnehmbarer, glasklarer und individuell hergestellter Kunststoffschienen. Diese Methode ist bei erwachsenen Patienten und Heranwachsenden sehr beliebt. Alle zwei Wochen erhält der Patient eine neue Schiene, die Schritt für Schritt die Zahnbögen ausrichtet. Diese elegante, fast unsichtbare Behandlungsmethode ist allerdings nicht für jede Behandlungsaufgabe geeignet. Der Kieferorthopäde kann im Beratungsgespräch prüfen, ob dieses Verfahren für Ihre Bedürfnisse geeignet ist.

Ebenso gibt es die Lingualtechnik – hier werden die Brackets auf die Zahninnenfläche geklebt. Sie ist eine nahezu unsichtbare Möglichkeit zur Ausformung der Zahnbögen.
Spange mit über 60. Geht das?
Zähne können in jedem Alter bewegt werden. Das Interesse an Beratungen und Behandlungen bei Erwachsenen steigt aus medizinischen oder auch ästhetischen Gründen stetig an, auch bei Patienten in höherem Alter. Weil sie es sich wert sind.
Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?
Bei etwa 80% der Patienten ist der Platz für die Weisheitszähne evolutionsbedingt zu gering. Aufgrund von möglichen Risiken sollte aber immer eine individuelle Abwägung von Pro und Kontra erfolgen. Denn aufgrund der Risiken, die eine Weisheitszahn-OP bergen kann, fand in den letzten Jahren unter Medizinern ein Umdenken statt. Die Entscheidung sollte gut durchdacht sein. Gerne geben wir Ihnen unsere Einschätzung.
Warum müssen manchmal gesunde Zähne gezogen werden?
In manchen Fällen müssen auch gesunde Zähne gezogen werden, da einfach zu wenig Platz im Kiefer vorhanden ist. Das liegt daran, dass die Zähne- und die Kiefer-Erbanlagen oft auf unterschiedlichen Genen befinden: Ein Kind kann etwa die Zähne von der Mutter geerbt haben und die Kiefer vom Vater. Es gibt also ein Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße. Das bedeutet, die Kiefer sind für das vorhandene Zahnmaterial zu klein. Auch wenn Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen, kann es vorkommen, dass gesunde Zähne entfernt werden müssen.
Können Kinder und Jugendliche auch ohne Begleitung ihrer Eltern zur Behandlung kommen?
Ist die Behandlung mit all ihren geklärten Fragen einmal begonnen, können Jugendliche und auch Kinder ab einem gewissen Alter alleine zu den Kontrollterminen kommen. Das wird Ihnen und Ihrem Kind besonders durch unsere perfekte Verkehrsanbindung am Augsburger Hauptbahnhof erleichtert.
Warum ist es wichtig, dass die feste Zahnspange regelmäßig kontrolliert wird?
Die feste Zahnspange arbeitet Tag und Nacht. Das bedeutet, dass die sanften Kräfte 24 Stunden lang kontinuierlich wirken. Diese Kräfte wissen aber nicht, wo und wann sie aufhören müssen. Daher ist es wichtig, dass die gesamte Behandlung regelmäßig durch den behandelnden Kieferorthopäden gesteuert und kontrolliert wird. Bleiben diese wichtigen Kontrollen aus, gerät die Behandlung außer Kontrolle, was zu Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu ernsthaften Problemen führen kann. Falls Sie einen Kontrolltermin nicht wahrnehmen können, informieren Sie uns rechtzeitig und vereinbaren Sie unmittelbar einen Ersatztermin.
Warum darf man mit einer festen Zahnspange nicht alles essen?
Beim Essen entstehen Kräfte, die dazu führen können, dass sich die Brackets einer Spange lösen. Deshalb sollte auf sehr harte und sehr klebrige Dinge wie Gummibärchen, Kaubonbons oder Lakritz vollständig verzichtet werden, da sie die Zahnspange beschädigen oder zum Verlust der Brackets führen können. Da festsitzende Spangen die Zahnpflege erschweren, sollte zudem auf eine tägliche Reinigung mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen geachtet werden, um auch die Zahnzwischenräume zu erreichen.
Werden bei einer festsitzenden Behandlung die Zähne locker?
Bei der Behandlung mit der festen Spange werden die Zähne über Distanzen von mehreren Millimetern durch den Knochen bewegt. Dabei kommt es zu einer leichten Lockerung der Zähne. Dieser Prozess ist unerlässlich für die Zahnkorrektur. Die Zähne festigen sich aber wieder, sobald die Bewegung abgeschlossen ist. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das Wunschergebnis erreicht ist. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung erlangen die Zähne wieder ihre ursprüngliche Stabilität.
Macht die festsitzende Zahnspange die Zähne kaputt?
Die Spange selbst schadet den Zähnen nicht. Nur die Zahnbeläge, die sich um die Brackets, Bänder und Drähte herum ansetzen, können bei schlechter Mundhygiene Entkalkungen und später Karies verursachen. Deshalb ist es während der Tragezeit einer festsitzenden Zahnspange besonders wichtig, die Zähne sorgfältig zu reinigen und regelmäßige Prophylaxe-Termine in der Praxis wahrzunehmen. Eine Versiegelung des Bracket-Umfeldes kann zusätzlich den Schmelz vor schädlichen Einflüssen beschützen.
Ist eine Stabilisierung (Retention) der Zähne nach der Behandlung immer notwendig?
Jeder Patient benötigt eine Stabilisierung, nachdem er eine Zahnspange zur Korrektur der Zähne getragen hat. Der Grund: Die Zähne werden während der Behandlung durch den Knochen bewegt und sind unmittelbar nach dieser Zeit noch leicht locker. Der Halteapparat der Zähne sowie die knöchernen Strukturen brauchen noch Zeit, um sich der neuen Situation anzupassen. Findet keine Stabilisierung statt, besteht das Risiko für ungewollte Verschiebungen. Je länger eine Stabilisierung durchgeführt wird, desto schöner und stabiler ist das endgültige Ergebnis.
Können sich die Zähne nach einer abgeschlossenen KFO-Behandlung wieder verschieben?
Leider ja: Wachstumsvorgänge, schädliche Angewohnheiten oder ungünstige Erbanlagen können dazu führen, dass sich Zähne wieder verschieben. Je größer die Zahnbewegungen waren, d.h. je ausgeprägter die Zahnfehlstellungen zu Beginn der Behandlung waren, desto mehr neigen die Zähne dazu, in Richtung ihrer alten Stellung zurückzuwandern. Deshalb ist es ratsam, nach einer kieferorthopädischen Behandlung grundsätzlich einen sogenannten festsitzenden Klebe-Retainer zur Langzeitstabilisierung einzusetzen.
Mein Kind spielt ein Musikinstrument. Kann eine Spange dabei hinderlich sein?
Kinder, die ein Blasinstrument wie zum Beispiel eine Trompete spielen und mit einer festen Zahnspange behandelt werden, benötigen lediglich in der Anfangszeit eine gewisse Flexibilität und Behutsamkeit. Die Eingewöhnungsphase beläuft sich je nach Patient erfahrungsgemäß auf einige wenige Wochen. Aber mit etwas Übung und Geduld stellt für Kinder das Spielen von Musikinstrumenten auch mit Zahnspange kein Problem dar.